Dresden ist Anfang
des 3. Jahrtausends (wieder) weltberühmt. Vielleicht weniger wegen der
Erfindungen, die hier auch heute noch entstehen, sondern aufgrund eines
kleines Stückchen Landes, welches bebaut werden soll bzw. schon
bebaut
wird: das Areal am Waldschlösschen.
Jahrelange
Projektierungen, Bürgerentscheide, Klagen und Rechtsstreite,
PR-Kampagnen von und zwischen sog. Brückenbefürwortern, Brückengegnern,
Tunnelbefürwortern oder Welterbefreunden oder einfach nur
naturverbundenen Menschen haben Dresden ein neues Kapitel in seiner
Stadtgeschichte aufschlagen lassen, welches offenbar noch ein paar Jahre
weiter geschrieben werden wird.
Du kannst dies nun
selbst beeinflussen … und brauchst dazu nicht einmal auf die Straße
gehen, sondern den Konflikt mit Freunden am heimischen Küchentisch oder
in der Kneipe auf friedliche Art und Weise und ganz individuell für dich
lösen.
Du brauchst dabei nicht um dein Leben zu würfeln wie vielleicht
beim Frankenburger Würfelspiel im Jahr 1525 und wenn du gewinnst, musst
du nicht auch gleich Pech in der Liebe haben.
Doch wie hat es einst
schon Friedrich Schiller ausgedrückt:
"Denn, um es endlich
auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller
Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er
spielt."
Das soll angeblich
August der Starke zu seinen Lebzeiten schon so gehandhabt haben, als es um so
manche Länderei (oder wahrscheinlich Frau ???) ging und er mit anderen
Königen statt eines Krieges lieber eine Würfelparty spielte.
In diesem Sinne, viel
Spaß beim Würfeln und Spielen wünschen die ALG Dresden und
Michael Winkler.
Du weißt nicht,
worum es sich überhaupt dreht? ... dann sind hier ein paar Links
Ereigniskarten (32 Stück à A8-Format)
zum Download
PDF
(PDF, 24 kB)
Alles, was ihr sonst noch
braucht, sind zwei Spielsteine (z.B. Cent-Münzen)
und zwei Würfel.
Viel(e) Freu(n)de
beim Spielen.
Wodurch wurde die Spielidee inspiriert?
Draufklicken = Vergrößern
Die Hauptinspiration
erfolgte aus einem viertelseitigen Artikel im "Spiegel" (Nr. 34/2008, S.
149) über das Brettspiel "The War on Terror", welches die beiden Briten
Andrew Sherrin (32) und Andy Tompkins (33) sich ausgedacht und
erfolgreich auf den Markt gebracht hatten.
Abgesehen vom finanziellen
Vermarktungsgedanken, der dem Dresden-Spiel nicht zugrunde liegt, fand
ich die Idee sympathisch und dachte, dass man mit 32 bzw. 33 Jahren wohl
ganz gute Ideen haben könnte ...
Ziel dieses
Spieles ist es, interessierte Menschen in und um Dresden zu finden, die
die Idee weiterentwickeln und neue Spiele erfinden ... Ihr wisst ja,
alles hat sein Gutes ...
In diesem
Sinne, alles Gute, Michael Winkler.
Wer sich übrigens für das
Terror-Spiel interessiert, schaut einfach hier:
Insofern ein
"Thanks" nach Großbritannien und natürlich in die USA ... denn ohne "War
on Terror" vielleicht kein Brettspiel ... vielleicht traurig, doch wahr ... sad,
but true ...
Des Weiteren gab es natürlich noch einige "Prominente",
die Wahres und Nachdenkenswertes gesagt haben ...
hier ein Auszug:
Die Würfel Gottes fallen immer richtig.
Sophokles
(496 - 406/5 v. Chr., griechischer Flottenbefehlshaber,
Tragödiendichter und Schauspieler, bekleidete zeitweise hohe
Staatsämter
entnommen von
www.aphorismen.de)
Erst wer fähig wäre, ein zusammenhängendes Plädoyer
für diejenigen Meinungen zu geben,
die seiner eigenen Meinung entgegengesetzt sind,
der ist reif,
die eigene Meinung überzeugend zu vertreten."
Ich habe den Eindruck,
dass manchmal ein Brettspiel wichtiger ist
als ein Videospiel ...
Peer Steinbrück
(*1947, derzeit deutscher Finanzminister)
aus einem Interview mit der
SBZ Schülerzeitung
Der
Download des 1. Dresdner Würfelspiels "Brücke oder Tunnel? - Das ist
hier die Frage" und seine nichtkommerzielle Nutzung ist prinzipiell für
alle kostenfrei ... doch nicht umsonst. Es darf und kann überall überall
gespielt werden, als Geschenk verschenkt werden oder oder ...
Als "ALG-II-ler
der 1. Stunde" bin ich vertraut mit der Praxis der sog. 1-Euro-Jobs.
In Dresden werden übrigens 1,75 Euro pro Stunde bezahlt. Da ich die
Arbeitszeit, welche die Idee und Ausarbeitung dieses Spiel in Anspruch
genommen hat, als eine Art "selbst gewählte 1-Euro-Maßnahme" verstehe,
könnte jede/r, die/der daran Interesse hat, genau 1,75 Euro
spenden.
Das so gespendete Geld
wird jedoch nicht mir zu Gute kommen, sondern einem sozialen Zweck.
Am Donnerstag, den 20.11.2008, wird die ALG
Dresden in Kooperation mit der "Blauen Fabrik"
(Dresden-Neustadt, Prießnitzstraße 44/48) und der
"Deutsch-Indischen Freundschaft Dresden" eine
Benefizveranstaltung mit der indischen Odissi-Tänzerin
Shrimati Monalisa Ghosh, Tänzer Suman sowie den
Musikern Subhankar Chatterjee (auch Gesang) und
Prabir Mitra.
Alle Spenden fließen dem
Kalajyoti-Projekt im indischen Kolkata (früher Kalkutta) zu Gute, wo
Monalisa Ghosh finanziell benachteiligten Kindern eine Ausbildung in
Tanzen und Singen gibt. Mehr Informationen findet ihr u.a. auf diesem
Flyer zur Benefizveranstaltung in der "blauen
Fabrik" im November 2008.
Die ALG Dresden würde
sich insofern freuen, wenn ihr
a.) entweder persönlich und leibhaftig zur Veranstaltung am 20.11.2008
kommt und/oder
b.) 1,75 Euro spendet
(Kontodaten unten drunter) ...
Wer unbedingt mehr spenden möchte, kann nicht davon abgehalten werden,
jedoch ist es weder Bedingung noch Notwendigkeit ...
Bankverbindung für interessierte SpenderInnen:
Empfänger:
Michael Winkler
Deutsche Kreditbank AG
BLZ: 120 300 00
Konto-Nr: 12145918
Betreff: Benefizveranstaltung Monalisa Ghosh
Betrag: 1,75 Euro
Allen SpenderInnen herzlichen Dank im Voraus.
Shrimati Monalisa Ghosh wurde begleitet von Shri Subhankar
Chatterjee (Gesang, rechts), Guru Giridhari Nayak (Pakhwaj,
Mitte) und Shri Amit Biswas (Surmandal & Manjeera).
Shrimati Monalisa Ghosh und ihre Musiker im November 2004
nach einer Benefizveranstaltung im Theater der TU Dresden, der "bühne".
Am Donnerstag, den 20.11.2008, tritt ab 19 Uhr Odissi-Tänzerin Shrimati Monalisa Ghosh, Tänzer
Suman und ihre Band (aus
Kolkata/Indien)
zu einer Benefizveranstaltung in der "Blauen
Fabrik" auf.
Im November 2006 traten
Shrimati Monalisa Ghosh und ihre Musiker im Dresden-Neustädter
ArtLabor (heute Bailamor) auf ...
von links: Shri Amit Biswas (Surmandal & Manjeera), Shri Subhankar
Chatterjee (Gesang), Rama (Pakhwaj).
Sinn und Absicht des Spieles
Häufiger wurde ich nach dem Sinn
bzw. der Absicht hinter dem Spiel gefragt, so dass ich mich entschlossen habe,
einige Punkte nochmals explizit aufzulisten, um mögliche Missverständnisse "aus
dem Weg zu räumen" bzw. möglicherweise mehr Klarheit in den Köpfen zu schaffen.
1. Es geht um den wertfreien, entspannteren Umgang mit einem der größten Konflikte im Dresdner Stadtleben der
letzten 10, 15 Jahre.
2. Das Spiel möchte zudem einen
Impuls für einen kreativeren Umgang mit den freigesetzten Energien auf Seiten
aller Beteiligten geben.
3. Daher kann es nicht nur
entspannend wirken, dieses Spiel zu spielen, sondern es ebenso
weiterzuentwickeln ... das Internet stellt diesbezüglich eine wunderbare
Plattform dar, um seinen Ideen freien Lauf zu lassen.
4. Das Spiel möchte ebenso die
politischen Entscheidungsträger an eine alte Tradition bei der
Entscheidungsfindung erinnern, die wesentlich weniger Geld, PR-Einsatz und
Nerven kostet ... und im Falle von sich verändernden Tatsachen letzten Endes als
eine Möglichkeit zur Entscheidungsfindung in Betracht gezogen werden könnte.
5. Nicht zuletzt ist es
die Absicht der ALG Dresden, den Ruf der Stadt Dresden als
"Stadt der
Wissenschaften 2006" auch über das Jahr der 800-Jahr-Feier
(zufälligerweise auch im Jahr 2006) hinaus zu bewahren und auszubauen.
Das Spiel wurde daher im inter- bzw. vielmehr transdisziplinären
Zusammenwirken verschiedener Wissenschaftszweige entwickelt.
6. Durch all diese
Wechselwirkungen kann zudem das menschliche Miteinander in einer Stadt
wie Dresden, die im letzten Jahrhundert mehrere Schicksalsschläge
erfahren hat, freundlicher gestaltet werden ... kurzum: Weniger
Gegeneinander, mehr Miteinander.
Anregungen, Korrekturen, Ergänzungen
Nachdem schon einige
Hinweise, Anregungen und ähnliches eingegangen sind, wird hier in den
nächsten Tagen eine Korrekturseite verlinkt werden.
Vielen Dank schon einmal
an alle Mithelfenden ...
Ein Sinn der ganzen
Aktion - Mitdenken, Verbessern und Weiterentwickeln - wurde mancherorts
schon dankenswerterweise verstanden.
Zum mathematischen Hintergrund
Würfelspiele sind
Glücksspiele, doch auch Würfel haben eine vorausschaubare
Berechenbarkeit.
Für alle, die an Wahrscheinlichkeiten interessiert sind oder deren
Interesse daran wieder werden möchte, könnte sich ein Klick auf die
Graphik lohnen.
Briefe, Pressemitteilungen,
Presse-Echo & Interviews etc.
Kleine
Korrektur aus dem ALG-PR-Büro von M. Winkler: ... besser hieße es wohl "Winkler
will würfeln lassen" :)
Donnerstag,
16.10.2008
MDR: Hier nach vier
Treffpunkt
-
"Tatort" am Waldschlösschenareal
Was hier zu sehen ist, ist keine halbfertige Tiefgarage, sondern
der Grundstock für einen der Brückenpfeiler ...
Ursprünglich
war es vom Drehteam geplant, Mitglieder des Sächsischen
Landtages zum Probespielen zu bewegen. Doch keine/r wollte bzw.
traute sich - keine Zeit? Fraktionszwang? Fehlte der Spielidee
die nötige Seriösität? Oder den PolitikerInnen der (Selbst)Humor?
Schließlich fanden sich ein paar nette Passantinnen am
Schillerplatz, passend zum Ausspruch von
Friedrich Schiller und übten sich als Test-SpielerInnen ...
Mehr Informationen zum
nach einem Sendeverbot momentan pausierenden ALG-Radio bei
coloRadio gibt es
hier.
Montag,
13.10.2008
Pressekonferenz
anlässlich der Übergabe des 1. Prototyps des Würfelspieles an Dresdens
Oberbürgermeisterin Helma Orosz.
Der erste Prototyp
des Spieles wurde am Montag, den 13.10.2008, um 13 Uhr an die
amtierende Oberbürgermeisterin Dresden, Frau Helma Orosz, übergeben.
Herzlich eingeladen waren zuvor PressevertreterInnen und
Interessierte zu einer kurzen Pressekonferenz
vor dem Dresdner Rathaus (Dr.-Külz-Ring 19, Haupteingang).
Übergabe des
1. Dresdner Würfelspiels an Kai Schulze,
Pressesprecher von
Dresdens Oberbürgermeisterin
Helma Orosz.
Mit
anderen Worten: alles kann unter Verwendung der Quellenangabe frei -
jedoch nicht kommerziell - genutzt werden.
Ende Oktober 2008 entschloss
sich die ALG Dresden eine Vermarktung der Spielidee anzuregen. Die
Exklusivrechte werden ausschließlich an die Stadt Dresden übertragen,
vorausgesetzt es besteht seitens der Stadtverwaltung ein wahrhaftiges
Interesse, die Einnahmen in "kinderrelevante" Stadtprojekte zu reinvestieren. In einem
Brief an Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz vom 28.10.2008
heißt es im Wortlaut: Ich
[M.W. als Begründer der ALG Dresden und Spielerfinder]
stehe einer Kommerzialisierung des 1. Dresdner Würfelspieles „Brücke
oder Tunnel?“ seitens der Stadt Dresden nicht im Wege, so lange dadurch
soziale, stadtentwicklerische Projekte mit Bezug zu Kindern
querfinanziert werden.
Kontakt
Agentur für L(i)ebenswerte
Globalisierung Dresden
c/o Michael Winkler
Förstereistraße 13a
01099 Dresden
Germany