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Wo ein Internetforum
ist, da sind Trolle nicht weit ... Forenbetreiber wissen buchstäblich
ein Lied davon zu singen. Und schon Literatur-Nobelpreisträger Hermann
Hesse meinte:
"Die Welt ist außerhalb der Irrenhäuser nicht minder drollig als
drinnen."
Wir wissen nicht, ob,
wenn Hermann Hesse das Internet schon gekannt hätte, er das Wort
"drollig" vielleicht auch mit "t" geschrieben hätte, doch ganz sicher
hätte er dieses Medium ausgiebig genutzt.
Was also tun? Die ALG
Dresden hat zu diesem Zwecke ein Spiel kreiert, welches den Umgang mit
Trollen und ihre Wirkungsweise in einem Internetforum zu verstehen
helfen kann.
Auch in Dresdner
Foren gibt es Trolle. Umso größer das Forum, desto mehr Trolle und
keiner weiß, welche nun "gut" oder "weniger gut" sind - wichtig sind sie
alle ... irgendwie. So auch bei einem der größten deutschen
Studentenforen, dem Dresdner Studentenforum exma (eine Abkürzung für
exmatrikulationsamt.de), welches mit Stand Ende November 2008 rund
14.600 registrierte NutzerInnen zählte und monatlich rund 130 neue
Anmeldungen verbuchen kann.
Und was lag da näher, als ein Troll-Spiel für exma, das TROLLEXMA,
zu erschaffen?
Eine Frage werden
sich vielleicht viele stellen, die den Satz "Don't feed the trolls" im
Ohr haben und der Ansicht sind, dass man auf Troll-Antworten gar nicht
eingehen sollte. Doch einerseits wird damit sehr oft Missbrauch
betrieben, d.h. die eigentliche Trolle nennen andere Foren-Nutzer einen
Troll und somit entsteht eine Art Schubladen-Denken, die schwer
einschätzen lässt, in welche Richtung sich ein Forum entwickelt. Viele
Internetforen sind gefüllt mit mehr oder minder belanglosem Inhalt und
schrecken neue Nutzer somit ab. Anderseits hat eine Anweisung etwas
nicht zu tun (z.B. Trolle nicht zu füttern), bisher immer genau zum Gegenteil geführt.
Warum sind Trolle in Internetforen wichtig?
Diese Frage
beantwortete eine Probespielrunde recht schnell. Die beiden Trolle
wurden jeweils vom Moderator bzw. Vorstand auf das Gesperrt-Feld geschickt
(siehe Spielfeld rechts) und nun liefen Vorstand und Moderator im Kreis,
denn auch nach zwei, drei Runden hatten die Trolle keine "6" gewürfelt.
Nach ca. 30 Sekunden meinte der erste Mitspieler "Das ist ja
langweilig." ...
Internetforen haben
einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert für alle Beteiligten
und genau das war eingetreten: Langeweile. Wenn sich alle Beteiligten bewusst
werden, dass sie genauso wichtig sind wie die anderen, dann kann ein
Internetforum bestehen. Für einen solchen entspannten Umgang mit Internetforen plädiert
auch dieses Spiel.
Wer dieses Spiel
spielt, wird vielleicht auch anderes feststellen können:
1. die Rollen
(Vorstand, Moderator, Trolle) scheinen sich im Laufe des Spieles zu
überschneiden und nach einer gewissen Zeit, ist es schwer
herauszufinden, wer eigentlich wer ist ... insbesondere, wenn die
Mitspieler sich untereinander kennen
2. das Spiel ist im
Grunde ein Gesellschaftsspiel, denn es lässt sich wahlweise auch
übertragen auf andere gesellschaftliche Plattformen, wo Menschen
miteinander agieren, wie Vereine, Parteien, Unternehmen usw.
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Spielfeld
(A4, 300dpi) zum Download
PDF
GIF
JPG
(106 kB
723 kB 1,3 MB)
Spielanleitung
befindet sich auf dem Spielfeld
(siehe oben)
Alles, was ihr sonst noch
braucht
(wenn ihr richtige Spielsteine verwenden wollt), sind:
- vier verschiedenfarbige
(vier Teams)
und 15 gleichfarbige Spielsteine
(Trollmarken)
(oder etwas ähnliches)
- einen Würfel.
Viel(e) Freu(n)de
beim Spielen.
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